Wahl der weiterführenden Schule

Familien im Einzugsgebiet Bargteheides haben eine wirklich sehr gute Auswahl an weiterführenden Bildungsangeboten, immerhin bieten hier ganze vier staatliche Schulen den Bildungsweg zum Abitur an und seit Beginn des Schuljahres 2018 / 2019 werden Schülerinnen und Schüler in unseren neuen 5. Klassen nach den Vorgaben für G9 beschult. “Vier mal G9 – und welches ist nun das Richtige für unser Kind?” Familien erleben in jedem Jahr die redensartliche “Qual der Wahl”. Falls es Ihnen und Ihrem Kind genau so geht, seien Sie vergewissert: alle Kinder finden rechtzeitig eine passende Schule.

Direkter Weg zum Abitur am Gymnasium

Das Gymnasium vermittelt Schülerinnen und Schülern, die nach Begabung und Leistung geeignet sind, eine vertiefte Allgemeinbildung und bereitet auf ein Hochschulstudium oder andere berufliche Ausbildungswege vor. Am Gymnasium kann im Prinzip nur ein Abschluss erworben werden: das Abitur. Hierin liegt ein wichtiger Unterschied zwischen Gymnasium und Gemeinschaftsschule, denn diese bietet auch andere qualifizierte Abschlüsse (mit Abschlussprüfungen) an. Das Gymnasium dagegen ist der direkte Weg zum Abitur.

Wahlfreiheit der Eltern

Grundsätzlich entscheiden Sie als Eltern über die Wahl der weiterführenden Schule. Allerdings spricht die Grundschule mit der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse der 4. Klasse eine Schulübergangsempfehlung aus. Sollten Sie trotz passender Schulübergangsempfehlung Zweifel haben, ob das Gymnasium die richtige Schule für Ihr Kind ist, führen wir gerne ein Beratungsgespräch, um auf Ihre Fragen und die Ihres Kindes einzugehen.

Wird Ihrem Kind der Besuch der Gemeinschaftsschule empfohlen, können Sie unser Gymnasium unter der Voraussetzung wählen, dass wir ein Beratungsgespräch geführt haben. Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Mitarbeit am Gymnasium ist, dass Ihr Kind Neugier und Interesse am Lernen und an schulischen Inhalten hat. Stärken Ihres Kindes sollten sich im Entwicklungsbericht zeigen, zumindest in einem der wichtigen Fächer Deutsch und Mathematik.

Nutzen Sie in jedem Fall alle sich bietenden Informations- und Beratungsangebote und machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass es diese weit reichende Entscheidung nicht alleine treffen kann (“Meine Freunde wollen alle zur Mustermann-Schule!”), sondern mit Ihnen gemeinsam.

Die Orientierungsstufe

In den zwei Jahren der Orientierungsstufe soll für jede Schülerin und jeden Schüler die Wahl der weiterführenden Schule abgesichert werden. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit zwischen unseren Lehrkräften und den Eltern.

Der Übergang

Der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium ist für unsere Schülerinnen und Schüler eine besondere Zeit. Zum einen müssen sie sich an einer neuen Schule mit neuen Mitschülern, neuen Lehrkräften, neuen Fächern und vielem mehr eingewöhnen. Zum anderen sehen die Kinder sich vor neue fachliche Herausforderungen gestellt. Wir sind uns dessen bewusst und versuchen, den Übergang für unsere neuen 5. Klassen entsprechend zu gestalten.

Bei der Zusammensetzung der Klassen berücksichtigen wir Freundeswünsche, die mit der Anmeldung angegeben werden. So kennen sich bereits Schüler untereinander, wenn sie zu uns kommen. Schon vor dem Beginn des neuen Schuljahres laden unsere Klassenlehrerteams die Schülerinnen und Schüler der zukünftigen 5. Klassen zu einem ersten Kennenlerntreffen ein. Zu Beginn des Schuljahres finden drei Projekttage statt, mit denen wir eine gute Klassengemeinschaft auf den Weg bringen wollen. Dabei begleiten und unterstützen Paten aus der Mittelstufe die neuen Klassen und Klassenlehrerteams. In Klasse 5 und 6 findet eine wöchentliche Klassenlehrerstunde statt. Eine weitere Klassenlehrerstunde gibt es alle zwei Wochen – übrigens in allen Jahrgängen. Projekttage für starke Persönlichkeiten und für eine starke Klassengemeinschaft führen wir an zwei weiteren Tagen im Schuljahr durch. Bei unseren pädagogischen Planungsbesprechungen zu Beginn des Schuljahres treffen wir Absprachen in Bezug auf die Arbeit mit den Klassen.

Fachlich schließen wir in der 5. Klasse an die Arbeitsweisen der Grundschule und die dort von unseren neuen Schülerinnen und Schülern erworbenen Kompetenzen an. In der Eingewöhnungsphase im 1. Halbjahr holen wir die neuen Schüler dort ab, wo sie stehen.

Nach der Eingewöhnungsphase legen wir zunehmend Wert darauf, die Kinder an das selbstständige Arbeiten und die Vernetzung von Inhalten heranzuführen. Um Schülerinnen und Schüler erfolgreich in diesem Prozess zu begleiten, haben wir einen Plan für das Lernen von Methoden entwickelt (Methodencurriculum).

Der Schultag

Unser Schultag besteht am Vormittag (8.00 bis 13.10 Uhr) i.d.R. aus zwei Doppelstunden, die von zwei Einzelstunden eingerahmt werden. So haben die Schüler nur 4 verschiedene Fächer am Tag und müssen entsprechend weniger Material mitbringen. Auch die Vorbereitung auf den Schultag fällt entsprechend weniger aufwändig aus. Nach unserer Erfahrung wirkt sich diese Organisation positiv auf den Lernerfolg unserer Schüler aus.

In der 5. Klasse des Schuljahres 2021/2022 haben die Kinder 28 Wochenstunden regulären Unterricht. Eine der Stunden ist eine Klassenlehrerstunde, in der wir den Klassenrat durchführen. Ein zusätzliches Angebote ist der Förderunterricht in den Fächern Mathematik, Deutsch oder Englisch (FIT) und die “Sternstunde”, in der wir verschiedene Kurse (Kreatives Schreiben, Kreatives Theater, Programmieren, Badminton, …) anbieten aus denen sich die Kinder eines aussuchen können. Am Nachmittag können die Kinder an der Hausaufgabenbetreuung in unserer Schule und / oder an Arbeitsgemeinschaften teilnehmen.

Eine Besonderheit unserer Schule ist die Möglichkeit, im Musikunterricht ein Instrument in der “Bläserbande” zu erlernen (im Stundenplan “Musik / Bl”). Kinder mit einer Neigung im naturwissenschaftlichen Bereich können für die “Forscherklasse” angemeldet werden. Diese Kinder bekommen in Klasse 5 einen um eine Stunde erweiterten Biologieunterricht, in dem es mehr Zeit für praktisches Arbeiten und Experimente gibt.

Ab der 6. Klasse erhöht sich die Wochenstundenzahl auf 29 Stunden für den regulären Unterricht (inklusive einer Klassenratsstunde). Als neues Unterrichtsfach bekommen die Schüler in der 6. Klasse Geschichte. Religion / Philosophie wird in diesem Jahrgang nicht unterrichtet. Unsere Schülerinnen und Schüler können in der 6. Klasse außerdem am Vorlaufunterricht für den englischsprachigen Geographieunterricht teilnehmen. Ein weiteres Angebot für Schülerinnen und Schüler mit einer Neigung im kulturellen Bereich ist der “Kulturzweig“.

Im Gegensatz zu G8 beginnen wir unter G9 mit der 2. Fremdsprache Latein bzw. Französisch erst in der 7. Klasse.

Mittagspause und Nachmittag

In der Mittagspause (eine halbe Stunde) können unsere Schüler an vielen Tagen bei unseren Kochmüttern zu Mittag essen. Falls in unserer Mensa kein Essen angeboten wird, besteht in jedem Fall die Möglichkeit, im benachbarten Ganztagszentrum zu essen. Am Nachmittag können unsere Schülerinnen und Schüler an der Nachmittagsbetreuung teilnehmen, die wir montags bis donnerstags in der 7. und 8. Stunde anbieten. Am Nachmittag nehmen auch viele unserer Schüler an Arbeitsgemeinschaften (AGs) teil.

Der Schultag im Corona-Regelbetrieb (bei Präsenzunterricht)

Unserer Schulbetrieb wird, wie auch der der Grundschule, gegenwärtig durch die Pandemie-Situation bestimmt. Für den Corona-Regelbetrieb setzen wir ein gut durchdachtes Konzept um, das sich seit Beginn des Schuljahres 2020/2021 bewährt hat und mit dem auch unsere neuen 5. Klassen gut zurecht kommen. Da wir leider davon ausgehen müssen, dass die Pandemie im nächsten Schuljahr noch nicht überwunden ist, informieren wir an dieser Stelle auch über die Grundzüge unseres Hygienekonzepts.

Unsere Schule bietet zunächst über eine Vielzahl von Ein-/Ausgängen, was zu einer Entzerrung beim Betreten des Gebäudes führt. Beim Einlass nutzen die Schülerinnen und Schüler Angebote zur Händedesinfektion oder gehen direkt in einen der Waschräume. Momentan gilt im Haus eine Verpflichtung zum Tragen einer Maske und wir führen montags und donnerstags Corona-Tests mit den Klassen durch. Entsprechend den Vorgaben lüften wir die Klassenräume in regelmäßigen Abständen durch die großen Fenster. Da unsere Schule über breite Flure und Treppenhäuser verfügt, können sich Klassen auf den Laufwegen sehr gut aus dem Weg gehen.

Wir sind sehr zufrieden damit, wie tapfer und routiniert unsere Schülerinnen und Schüler schon nach kurzer Eingewöhnung mit diesen Regeln klarkommen.