Wie stark können Computerspiele die reale Welt beeinflussen?
Wo verlaufen die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt?
Können virtuelle Figuren und KI Gefühle besitzen?
In dem Roman „Infernia“ geht der Autor Karl Olsberg genau diesen Fragen nach und nahm den 9. Jahrgang bei seiner Lesung in der Kuhle mit auf eine Reise in die mit der realen Welt verbundenen Welten Infernia und Etnia.
Bei der Lesung stellte Karl Olsberg zunächst seinen Roman „Infernia“ vor und las einige spannende Ausschnitte daraus vor.
Anschließend sprach er über das Thema Künstliche Intelligenz, das ihn schon vor seinem literarischen Wirken beruflich beschäftigte. Er erklärte, wie KI funktioniert, welche Möglichkeiten sie bietet und welche Herausforderungen sie mit sich bringt. Dabei machte er anhand von Experimenten deutlich, inwiefern KI-Modelle heute schon in der Lage seien, Konzepte von Emotionen abzubilden und zu leben. Noch unterscheide sich dieser Vorgang von menschlichen Affekten; aber die Existenz von Empfindungen sei nicht zu leugnen.
Die Ausführungen machten die fachliche Expertise des Autors deutlich und veranschaulichten das persönliche Interesse, das hinter seinen Future-Fiction-Romanen steckt.
Der letzte Teil der Veranstaltung regte dazu an, Fragen zu stellen. Nachdem die Jugendlichen die komplexen Überlegungen des Autors verarbeitet hatten, stellten sie Nachfragen zur Zukunft von KI und ihren Einfluss auf unser Leben und erkundigten sich bei Karl Olsberg über seine Einschätzungen.
Dank Frau Pfüllers Kontakt zum Verein Leseförderung Ahrensburg, der diese Lesung vermittelte, erhielten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen dieser persönlichen Autorenbegegnung die Möglichkeit, Literatur auf besondere Weise zu erfahren und sich intensiver mit den Themen und Fragestellungen der vorgestellten Werke auseinanderzusetzen.
Caroline v. Sobbe


